Denn wegen der unzureichenden technischen Ausstattung der privaten Haushalte war an Selbstherstellung kaum zu denken. Aber durch die neu erwachte Lebensfreude nach dem Krieg, nach langen Jahren der Entbehrung, erfreuten sich Eisdielen, Eiscafés und Milchbars in den 1950er Jahren überall einer sehr großen Beliebtheit. Die italienische Eisdiele, meist von den ersten italienischen „Gastarbeitern“ gegründet, wurde gar zum Symbol für einen Lebensstil, man konnte sich endlich wieder etwas gönnen.
Die köstlich-kühle Kreation hat es mittlerweile sogar in die Tempel der Feinschmecker geschafft. Säuerliche Sorbets werden häufig als Zwischengang bei einem mehrgängigen Menü gereicht, da sie die Verdauung anregen und das Sättigungsgefühl verringern. Das Sorbet selbst, der Vorläufer aller Eissorten, stammt übrigens – anders, als der Name es vermuten lässt – nicht aus Frankreich, sondern aus dem Mittleren Osten. Das kalte, nicht alkoholische Getränk war dort als “Sharbat” bekannt. Über die Türkei, die dem Trank den Namen “Sherbet” verlieh, gelangte das Wissen um die Kunst der Eisherstellung nach Europa, vermutlich zunächst nach Italien.
Ob Sie Ihr Eis nun fruchtig oder süß lieben, pur oder mit üppigen Zutaten, am Stiel oder als Eisbecher, prächtig garniert, als Zwischengang oder zum Dessert: Es gibt so viele Variationen, dass sicher für jeden Geschmack das Passende zu finden ist.